Im Jahr 2009 hatte Assassin’s Creed seinen Höhepunkt mit dem Titel Assassin’s Creed II. Seither bemüht sich der französische Publisher Ubisoft, die Action-Adventure Reihe wieder im selben Licht erstrahlen zu lassen. Die Nachfolger sind mal gut, mal schlecht angekommen. Aufgrund von Bugs, Framerate-Problemen und langen Wartezeiten enttäuschte Assassin’s Creed Unity 2014 unzählige Spieler, was Ubisoft viele Anhänger der Reihe gekostet hat. Doch hergehört, (ehemalige) Assassin’s Creed Fans: Mit Origins gibt es wieder Hoffnung! Mehr als Hoffnung!

 

Diesmal hat sich Ubisoft für die Entwicklung mehr Zeit genommen als gewohnt. Gut Ding will Weile haben. Der neuste Titel ist ein Prolog zur gesamten Geschichte von Assassin’s Creed und erzählt die Anfänge der Brüderschaft vor ca. 2000 Jahren. Wir befinden uns im alten Ägypten zur griechisch-römischen Zeit. Der Name unseres Protagonisten lautet Bayek. Er besitzt die Fähigkeit, mit seinem Adler Senu zu „kommunizieren“ und kann so Gegenden unbemerkt aus der Luft auskundschaften.

 

 

Wüste

 

 

Map

 

Das spielbare Areal ist unglaublich gross und unfassbar schön. Laut dem Game-Director Ashraf Ismail ist die Karte 10x so gross wie die aus AC Syndicate. Sein Ziel war es nicht, dass man im Spiel nur eine einzige Stadt vorfindet. Stattdessen sollte man ein ganzes Land bereisen können. Dazu gehören mehrere Städte, Dörfer und exotische Landschaften. So ist es zum Beispiel möglich, die Städte Memphis oder Alexandria zu erkunden. Immer wieder trifft man dabei auf Grabstätten und geheime Orte, welche versteckte Schätze verborgen halten. Um an diese heran zu kommen, sind oft Rätsel zu lösen.

 

 

Bayek auf Pyramide

 

 

Das Spiel enthält generell vermehrt Rätsel, wie das Erklimmen von Pyramiden oder die Suche nach Sternenbildern. Pyramiden sind nicht die einzigen Hindernisse, welche Bayek erklimmen kann. In der Tat kann er fast alles erklimmen, was ihm in die Quere kommt, auch ohne Markierung. Der an der Gamescom spielbare Bereich war nur ein Ausschnitt der Stadt Memphis. Dennoch war er sehr detailreich und sorgte für stundenlange Unterhaltung.

 

 

Schatzkammer

 

 

Wie erhofft fühlt sich die Map sehr belebt an. NPCs (nicht-spielbare Charaktere wie Dorfbewohner) laufen nicht den ganzen Tag wahllos herum, sondern führen ein eigenes Leben. Sie folgen dem Tag-Nacht Zyklus, gehen arbeiten, essen, manchmal erwischt man sie sogar beim Pinkeln. Auch ihre KI hat sich verbessert. So können NPCs beispielsweise nach einem Kampf gestresst sein, was dazu führt, dass sie nicht mehr schlafen können und wachsamer sind.

 

Let’s get active

 

Wie gewohnt gibt es viele Missionen, die zu bewältigen sind und es gibt einen Schwierigkeitsgrad im Spiel, den man jederzeit ändern kann. Des Weiteren kann man die Zeit kontrollieren. Damit meine ich nicht, dass Sie die Zeit zurückspulen können, wenn Sie einen Fehler gemacht haben, sondern dass Sie die Tageszeit ändern können. Tut man das, ist eine hübsche Timelapse zu sehen. Wenn es Nacht ist, schlafen die Wachen teilweise und es erscheinen nachtaktive Tiere. Dies wird Ihnen für die eine oder andere Mission dienlich sein.

 

Apropos Tiere: Die Welt von AC Origins ist voll davon. Dazu gehören unter anderem: Löwen, Krokodile, Pferde, Kamele und das für den Menschen gefährlichste Landtier Afrikas, das Nilpferd. Wer sich denkt, ein Nilpferd würde niemandem etwas zu Leide tun, ein kleiner Fakt am Rande: Nilpferde sind extrem aggressiv und töten jährlich weitaus mehr Menschen als Löwen oder Haifische.

 

Back to the topic: Es ist möglich, in Camps eingesperrte Tiere beispielsweise mit einem flinken Pfeilschuss zu befreien, so dass diese auf die Wächter losgehen und uns die Arbeit erleichtern. So erinnern die Spielinhalte teilweise an Far Cry. Ausserdem kann man tauchen, segeln und es gibt wieder Seeschlachten wie in Black Flag, nur nicht mehr ganz so viele. Wie gewohnt stellt das Umherschleichen einen grossen Bestandteil des Spiels dar.

 

 

 

Tempel am Wasser

 

 

Kämpfe

 

Eine der grössten Änderungen sind die Kämpfe. Sie fühlen sich weitaus fesselnder und komplexer an. Man achtet sich vermehrt auf die Umgebung, gegen was für einen Gegner man überhaupt kämpft und welche Waffe man gegen ihn einsetzt. Man fühlt sich mehr in die Rolle von Bayek hineinversetzt und weniger als Zuschauer. Waffen sind vielfältiger und können Eigenschaften besitzen wie Gift- oder Blutschaden. Man sucht und findet bessere, vergleicht sie miteinander und macht sich mehr Gedanken darüber, gegen welche Gegner man welche Waffen einsetzt.

 

 

Kampfszene

 

 

Ausführungen

 

Das Spiel ist in verschiedenen Ausführungen zu erwerben. Untenstehend sehen Sie, welche Edition was beinhaltet.

AC Origins Ausführungen

Bei Interdiscount ist nebst der Standard Edition, sowohl die Gold, wie auch die Gods Edition erhältlich.

 

Fazit

 

Das Spiel ähnelt einem RPG und geht in die Richtung von Witcher 3, was für mehr Tiefe im Spiel sorgt. Einige Spielinhalte erinnern an Far Cry. Die Kämpfe sind packender, das Spielgefühl realistischer. Die riesige Map (laut Game-Director 10x so gross wie die aus Syndicate) gibt viel her. Zum einen gibt es jede Menge zu erkunden und zu entdecken, zum anderen ist die Spielwelt unfassbar schön. Das liegt mitunter an der zusätzlichen Leistung der neuen Konsolen, welche den Entwicklern zugutekommt. Ihr Ziel war es, alle Plattformen ans Limit zu bringen.

Die Welt von Origins fühlt sich sehr belebt an. Die NPCs besitzen eine bessere KI und führen ihr eigenes Leben. Durch die Grösse der Map gewinnen Fortbewegungsmittel wie Pferd, Kamel, Boot oder Streitwagen an Bedeutung. Das Kampfsystem wurde überarbeitet. Kämpfe fühlen sich nun fesselnder und komplexer an. Unter dem Strich klingt das Spiel sehr vielversprechend, ich freue mich darauf!

Klicken Sie hier, um Assassin’s Creed Origins zu kaufen.

Hier noch der Trailer zum Game:

 

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P.Jain
P.Jain

Mega Detaillierter Beschreib des Spiels Super gemacht da weiss man auf was man sich einlässt habe die Gold Edition und kann das Spiel nur weiter empfehlen es ist einfach spannend und packend Langeweile kommt da nicht auf.

Dörflinger André
Dörflinger André

Es ist schon „ver-rückte“ Welt : Immer KÄMPFEN gegeneinander, Blut muss spritzen, Verletzte & Tote „muss“ (?) es geben, nie friedliches Miteinander leben >> was die LEUTE nur langweilen würde…. Das wäre wie Schlaf. Es muss einen (menschenverachtenden, also auch sich selber….) Sieger geben, einer, der die andern übertrumpft. Kein Wunder, dass die Welt auch so ist und bleibt, wie im Spiel . Oder umgekehrt, wollen die Leute gemäss dem Spielverlauf leben, aber, natürlich nie bei den Verlierern sein… 29X17

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